27. Februar, 2026

HTW Dresden 2026.02.27
10:00 - 12:00 Uhr

Die BiotroNiS-Netzwerk hielt am 27. Februar 2026 ihre Generalversammlung ab, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und strategische Schritte zur Etablierung einer eigenen Bioelektronik-Gesellschaft zu skizzieren. Das Treffen hob die rasante Entwicklung des Netzwerks, seine zunehmende Sichtbarkeit und das Bestreben hervor, Dresden als zentrales Zentrum für Bioelektronik in Europa zu positionieren.
Ein Blick zurück: Konsolidierung von Struktur und Zusammenarbeit
BiotroNiS hat sich zu einer koordinierten, multi-institutionellen Initiative entwickelt. Die Koordination liegt beim Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF), die Kommunikation übernimmt die Technische Universität Dresden (TUD), und den Technologietransfer steuert das Zentrum für Angewandte Forschung und Technologie (ZAFT) der Hochschule (HTW) Dresden. Das Netzwerk umfasst zudem eine Vielzahl von assoziierten Partnern wie Fraunhofer-Institute, das IFW Dresden, das DZNE und das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus.
In den Jahren 2025/26 identifizierte das Netzwerk seine vier Grundpfeiler – Forschung, Industriekooperation, Kommunikation und Technologietransfer – und stärkte die Verbindungen innerhalb der sächsischen Innovationslandschaft. Wie das Dokument festhält, verfolgt BiotroNiS das Ziel, „sächsische Forschungsaktivitäten in der Bioelektronik zu verknüpfen“ und „wertvolle Technologietwicklung mit industriellen Partnern zu erschließen“.
Zu den wichtigsten Errungenschaften zählen:
• Erweiterung der Zusammenarbeit mit Organic Electronics Saxony, Silicon Saxony, biosaxony/leap:up, Saxony5 und futureSAX.
• Stakeholder- und Netzwerkanalysen zur Abbildung von Kompetenzen und Bedarfen.
• Start der BiotroNiS-Website sowie eine verstärkte Präsenz auf LinkedIn und der Wisawi-Plattform.
• Erfolgreiche Workshops und strukturierte Veranstaltungsformate, darunter das Cambridge–Dresden Bioelectronics Symposium.
- Werkzeuge für den Technologietransfer, wie einen Transfer-Fragebogen und die Einführung von Innovation Readiness Level (IRL)-Bewertungen.
Diese Aktivitäten haben die Sichtbarkeit des Netzwerks deutlich erhöht und dazu beigetragen, Dresden als aufstrebendes Zentrum für Bioelektronik zu etablieren.
Ausblick für 2026: Veranstaltungen, Infrastruktur und Innovationstools
Das kommende Jahr ist geprägt von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm und strategischen Initiativen. Highlights sind:
• Cambridge–Dresden Bioelectronics Symposium (15.–16. Juni 2026), mit Keynote-Sprechern wie John Rogers (Northwestern University), Sahika Inal (KAUST), Eleni Stavrinidou (Linköping University) und Nicholas Vachicouras (Neurosoft Bioelectronics).
• MONAMINT-Workshop, OES Business Breakfast: BioSens, Silicon Saxony Days und die Sächsische Innovationskonferenz.
• Innovation Meetup Series zu Themen wie weiche bioelektronische Schnittstellen, gedruckte Bioelektronik und Sensoren für Gesundheit und Landwirtschaft.
• Transfer-Scouting, mit strukturierten Interviews, um vielversprechende Projekte frühzeitig zu identifizieren und den Weg von Forschung zur Anwendung zu verkürzen.
Auch die digitale Infrastruktur wird ausgebaut. Die Website wird weiterentwickelt und stets mit den neuesten Entwicklungen im Feld aktualisiert.
Strategische Schritte: Vom regionalen Netzwerk zur internationalen Gesellschaft
Ein zentrales Thema der Versammlung war die langfristige Entwicklung von BiotroNiS. Das Netzwerk skizzierte eine Dreiphasen-Strategie:
1. Aufbauphase (2025–2026): Etablierung erster Angebote wie Workshops und Symposium, Datensammlung und Stakeholder-Analysen.
2. Übergangsphase (2026–2027): Entwicklung eines vollständigen Servicekatalogs, Definition einzigartiger Verkaufsargumente und Bewertung potenzieller Rechtsformen.
3. Unabhängiges Netzwerk (ab 2028): Hin zu finanzieller Unabhängigkeit, Ausbau internationaler Partnerschaften und Formalisierung der Governance-Strukturen.
Der Servicekatalog, an dem gearbeitet wird, umfasst vier Bereiche:
• Vernetzung – Datenbanken, Kooperationsplattformen, Partnervermittlung und politische Vertretung.
• Wissenstransfer – Workshops, Konferenzen und thematische Netzwerkveranstaltungen.
• Öffentlichkeitsarbeit – Ausstellungen, Demonstratorentwicklung, Website, LinkedIn, Podcasts und eine zukünftige Bioelectronics-Zeitschrift.
• Technologietransfer – IRL-Bewertungen, IP-Unterstützung und Unterstützung bei Spin-offs.
Eine im Rahmen der Versammlung vorgestellte Netzwerk-Analyse hob eine auffällige Lücke hervor: Derzeit gibt es keine globale Gesellschaft, die speziell der Bioelektronik gewidmet ist. Damit positioniert sich BiotroNiS, um eine einzigartige Nische zu füllen und möglicherweise die erste internationale Organisation auf diesem Gebiet zu werden.
Die Generalversammlung machte deutlich, dass sich BiotroNiS von einer regionalen Initiative zu einer Plattform mit internationalen Ambitionen entwickelt. Mit starker institutioneller Unterstützung, einer wachsenden Gemeinschaft und einer klaren strategischen Roadmap ist das Netzwerk gut aufgestellt, um die Zukunft der Bioelektronik wissenschaftlich, technologisch und gesellschaftlich mitzugestalten.
© BiotroNiS, Hohe Straße 6, 01069 Dresden
Quelle: https://biotronis.de/mitteilung/BiotroNiS_Generalversammlung_2026%3A_St%C3%A4rkung_des_Bioelektronik-%C3%96kosystems_in_Sachsen







