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BiotroniS
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Innovations-Meetup: Soft-bioelektronische Schnittstellen

26. August, 2026

Soft Bioelectronic Interfaces

Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF)

13:00 - 17:00

Soft Bioelectronic Interfaces 2

Am 26. August 2026 kamen am Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) Forschende, Klinikerinnen und Kliniker, Vertreterinnen und Vertreter aus der Industrie sowie Innovationsakteure zum Innovation Meetup: Soft Bioelectronic Interfaces zusammen. Die Veranstaltung vereinte Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Bioelektronik auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren, wie neue Technologien von der Grundlagenforschung in klinische und industrielle Anwendungen überführt werden können.

Das gemeinsam von BiotroniS, dem Else Kröner Fresenius Zentrum (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der TU Dresden und dem Innovationscluster SEMECO organisierte Meetup verband wissenschaftliche Kurzvorträge, Laborführungen und interaktive Roundtable-Diskussionen und bot damit vielfältige Möglichkeiten für fachlichen Austausch und neue Kooperationen.

Von Elektrodenarrays bis zu künstlichen Neuronen: die Pitch Session
Im Anschluss an die Eröffnung präsentierten elf Vortragende ihre Forschung und Ideen in einer dynamischen Pitch Session. Jede Sprecherin und jeder Sprecher hatte fünf Minuten Zeit, eine konkrete Herausforderung, Technologie oder Anwendung aus dem Bereich der Bioelektronik vorzustellen.

Die Pitch Session umfasste folgende Beiträge:

  • Prof. Ivan Minev (IPF, EKFZ)Challenges and Innovation for Electrode Arrays in Bioelectronics
  • Dr. Witold Polanski (UKD)Deep Brain, Hard Problems, Soft Solutions: A Neurosurgeon's Perspective on Bioelectronic Interfaces
  • Dr. Taral Patel (Celtro GmbH)Bioelectrical Energy Harvesting and Human Tissue Stimulation
  • Daniel Nieder (HZDR)Unlocking the Power of In Vitro Monitoring through Bioelectronics
  • Dr. Sarah Tsurkan (EKFZ, TUD) – SEMECO & EKFZ: Bridging Innovation and Transfer
  • Dr. Mikhail Tsurkan (TissueGUARD GmbH, IPF)Sacrificial Hydrogels for Regenerative Therapies
  • Dr. Ali Solgi (TUD)The Future of Continuous Cell Monitoring
  • Prof. Christian Matthus (KSI, TUD)Compact Modeling of Organic Electrochemical Transistors for Design of Artificial Neurons
  • Dr. Franz Selbmann (Fraunhofer ENAS)Parylene for Medical Packaging and Interfaces: Encapsulation, Ultra-Thin Electrodes and Wearables
  • Tönnis Trittler (EKFZ, TUD)MEMS Goes Medical – Integration of Pressure and Ultrasound Sensors for Noninvasive and Invasive Blood Pressure Sensing
  • Dr. Aleksandr Egunov (MAIN, TU Chemnitz)Self-Assembled Soft 3D Microfluidic Architectures for Bioelectronic Systems


Die Beiträge verdeutlichten gemeinsam die große Bandbreite der modernen Bioelektronik – von organischen elektrochemischen Transistoren, weichen Elektrodenarrays und Mikrofluidik bis hin zu regenerativer Medizin, neuronalen Schnittstellen, kontinuierlichem Zellmonitoring und medizinischer Sensorik.

Technologien hautnah erleben: Einblicke in die Labore
Nach der Pitch Session und einer Kaffeepause nahmen die Teilnehmenden an geführten Labortouren am IPF teil. Aufgeteilt in vier Gruppen besuchten sie nacheinander vier Stationen und verbrachten jeweils etwa zehn Minuten an jeder Station.

Die vier Stationen boten Einblicke in:

  • 3D-Druck – Raum B216
  • Bioelektronik – Raum L011
  • Raman-/Mikroplastik-Analyse & Ellipsometrie – Raum H224
  • Polymertrennung & NMR – Raum H224

Die Labortouren boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, experimentelle Methoden und Technologien unmittelbar kennenzulernen und die in den Kurzvorträgen diskutierten wissenschaftlichen Themen mit den Geräten, Verfahren und Forschungsansätzen der laufenden Forschungsarbeiten zu verknüpfen.

Die Innovationskette im Fokus der Roundtable-Diskussionen
Der abschließende interaktive Teil des Meetups war den Innovation Roundtables gewidmet. Diese orientierten sich an den verschiedenen Phasen des Innovationsprozesses in der Bioelektronik – von der Entwicklung neuer Technologien und dem Verständnis biologischer Systeme über Anwendungen im Gesundheitswesen bis hin zum erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis.

Vier thematische Tische standen zur Auswahl:

1. Design – Entwicklung der nächsten Generation bioelektronischer Systeme
Moderiert von Prof. Ivan Minev (IPF, EKFZ), Dr. Mikhail Tsurkan (TissueGUARD GmbH, IPF) und Dr. Aleksandr Egunov (MAIN, TU Chemnitz).

2. Measure – Biologische Systeme durch intelligente Sensorik verstehen
Moderiert von Prof. Christian Matthus (KSI, TUD), Dr. Ali Solgi (TUD) und Daniel Nieder (HZDR).

3. Apply – Fortschritte in der Gesundheitsversorgung durch Bioelektronik
Moderiert von Dr. Witold Polanski (UKD), Dr. Franz Selbmann (Fraunhofer ENAS) und Tönnis Trittler (EKFZ, TUD).

4. Translate – Von der Forschung zur Wirkung
Moderiert von Dr. Sarah Tsurkan (EKFZ, TUD), Dr. Taral Patel und David Osmanović (Celtro GmbH) sowie Dr. Dominik Gronarz (Organic Electronics Saxony e.V.).

Die Teilnehmenden wählten zunächst den Thementisch aus, der am besten zu ihren Interessen und ihrer Expertise passte. Nach einer ersten 25-minütigen Diskussionsrunde bestand die Möglichkeit, den Tisch für eine zweite Runde zu wechseln. Dadurch entstanden neue Gespräche und Perspektiven entlang der verschiedenen Bereiche der bioelektronischen Innovationskette.

Gemeinsam die Zukunft der Bioelektronik gestalten
Das Innovation Meetup machte deutlich, wie entscheidend die Zusammenarbeit über klassische Fachgrenzen hinweg für die Zukunft der Bioelektronik ist. Materialwissenschaftlerinnen und Materialwissenschaftler, Ingenieurinnen und Ingenieure, Klinikerinnen und Kliniker, Biologinnen und Biologen, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Expertinnen und Experten aus dem Technologietransfer betrachteten bioelektronische Schnittstellen aus unterschiedlichen Perspektiven – verbunden durch das gemeinsame Ziel, innovative Forschung in Technologien mit konkretem gesellschaftlichem und medizinischem Nutzen zu überführen.

Neben dem wissenschaftlichen Programm bot die Veranstaltung einen wichtigen Rahmen für Networking, den Austausch neuer Ideen und die Identifizierung zukünftiger Kooperationsmöglichkeiten zwischen Forschungseinrichtungen, Gesundheitswesen, Start-ups und Industrie.

Mit dem Innovation Meetup: Soft Bioelectronic Interfaces wurde die BiotroniS Innovation-Meetup-Reihe erfolgreich fortgesetzt. Die Veranstaltung brachte Akteurinnen und Akteure der sächsischen Bioelektronik-Community zusammen und stärkte die Verbindungen zwischen Forschung, Technologieentwicklung und praktischer Anwendung.

Quelle: https://biotronis.de/mitteilung/Innovations-Meetup%3A_Soft-bioelektronische_Schnittstellen

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