13. November, 2025
Beim Sächsischen Transferforum 2025 stand die zentrale Frage im Mittelpunkt, wie starke Forschung aus Sachsen wirkungsvoll in Anwendungen überführt werden kann. Trotz einer international führenden Forschungslandschaft entsteht in Deutschland weiterhin eine deutliche Lücke zwischen wissenschaftlichen Ergebnissen und marktfähigen Produkten. Die Keynotes von Hans Hennig von Grünberg und Uwe Cantner verdeutlichten, dass technologische Exzellenz allein nicht ausreicht. Faktoren wie Marktbedarf, Teamstruktur, Finanzierung und klare IP-Regelungen bestimmen wesentlich, ob ein Projekt den Weg aus der Hochschule in die Anwendung findet.
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem Innovation Readiness Level. Anhand der sechs Dimensionen Technology, Business, IP, Team, Funding und Customer wurde gezeigt, wie Projekte realistisch eingeordnet werden können. Das Framework bot den Teilnehmenden eine systematische Orientierung, um Entwicklungsstände zu bewerten und nächste Schritte präzise abzuleiten. Es wurde deutlich, dass ein ehrliches Verständnis der eigenen Ausgangslage entscheidend für erfolgreichen Transfer ist.
Ergänzt wurde das Programm durch Gründungsgeschichten beim Spin Off Brunch sowie ein praxisnahes Panel zu Finanzierungsstrategien mit Roger Dorsch und Carsten Fietz. Die Beiträge machten sichtbar, dass Finanzierung, Kommunikation und klare Rollen ebenso wichtig sind wie technologische Stärke.
Das Forum zeigte insgesamt, dass Transfer gelingt, wenn Herausforderungen sichtbar gemacht werden und Akteure aus Wissenschaft, Transferstrukturen, Finanzierung und Gründungsteams gemeinsam handeln. Effektive Ökosysteme entstehen dort, wo Orientierung, Austausch und Verantwortung zusammenkommen.
© BiotroNiS, Hohe Straße 6, 01069 Dresden
Quelle: https://biotronis.de/mitteilung/S%C3%A4chsisches_Transferforum_2025_in_Chemnitz











